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Wie bringe ich mein Unternehmen ins Internet?
1.2 Content Management System
Inhalte
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Was ist ein CMS?

Wörtlich kann man Content Management System mit „Inhalts-Verwaltungs-System“ übersetzen. Ein CMS ist eine Software zur gemeinschaftlichen Erstellung, Bearbeitung und Organisation von Inhalten in Webseiten. Dabei sind Layout und Inhalte getrennt, die Inhalte werden in einer Datenbank gespeichert. Das Layout kann über ein individuell programmiertes Layout oder ein (Kauf-)template realisiert werden. Die Software (CMS) muss auf den Webspace (Provider) geladen und dort installiert werden. Ein CMS ist modular aufgebaut, d. h., es gibt einen Kern mit Grundfunktionen, der beliebig mit Erweiterungen, Modulen oder Plugins erweitert werden kann.

Vorteile

  • preiswert (open source), die Erweiterungen und Templates sind u. U. kostenpflichtig
  • kostengünstige Templates
  • fast unbegrenzt erweiterbar (Module, Widgets)
  • integrierte Shopsysteme – Inhalt und Shop in einem System
  • unabhängig von Firmen/Agenturen – Hilfe immer möglich (aktive Communities)
  • Layout und Inhalte sind getrennt, daher können Redakteure intuitiv Inhalte einarbeiten

Nachteile

  • Einarbeitung notwenig (je nach System mehr oder weniger umfangreich)
  • Computerkenntnisse notwendig
  • Kenntnisse in Bildbearbeitung empfehlenswert
  • begrenzte individuelle Lösung bei Templatenutzung
  • Hilfe nur über Foren und Community (keine Firma)
  • bei evtl. technischen Problemen ist man auf sich selber gestellt
  • regelmäßige Aktualisierung des Systems und der Erweiterung aus Sicherheitsgründen notwendig (Folgekosten bzw. zusätzlicher Zeitaufwand)

Beispiele

Die von mir vorgestellten CMS sind ausschließlich Open Source, d. h. der Quelltext der Software ist öffentlich und kann bearbeitet werden, und kostenlos. Sie haben alle eine große und aktive Community, sodass man bei Problemen schnell Hilfe findet. Es gibt zahlreiche Erweiterungen und Templates für dieses Systeme, die nach einer Einarbeitung gut zu bedienen und zu pflegen sind. Außerdem findet man im Netz für alle CMS spezialisierte Agenturen und Webdesigner*innen, die im Notfall helfen können. Diese CMS sind für kleine bis mittlere Webseiten geeignet, durch die Taxonomie (Kategorien, Tags) kann man auch komplexe Webseiten umsetzen. Mit etwas tiefergehenden Kenntnissen kann man jedes CMS sehr flexibel an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Das kostet aber tatsächlich Zeit, Recherche und Kenntnisse.

  • Wordpress: das im Moment am weitesten verbreitete CMS (ca. 60% der Webseiten, die auf einem CMS laufen, sind mit Wordpress gestaltet), große Community, viele moderne Themes (kostenlos und kostenpflichtig), extrem intuitiv zu bedienen, zahllose Erweiterungen, für komplexere Seiten nicht ganz so gut ungeeignet, einfache Aktualisierung, sehr gute Bildbearbeitung, u. U. Sicherheitsprobleme durch die weite Verbreitung und die zahlreichen Erweiterungen,
  • Joomla: viele Funktionen, viele kostenlose Templates, mittlere Einarbeitungszeit, große Community, viele Agenturen, die auf Joomla spezialisiert sind, auch für umfangreiche und komplexe Seiten geeignet, gute Unterstützung für Mehrsprachigkeit,
  • Contao: sehr durchdachtes und sicheres System, sehr leistungsstark, gut zu bedienen, für spezielle/besondere Ansprüche, nur wenig kostengünstige Designs, aber gut geeignet für individuelle programmierte Templates, Unterstützung für Multisite (mehrere Webseiten mit einer Installation) und Mehrsprachigkeit.

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