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3. Domainanmeldung
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Wo und wie melde ich meine Domain an?

Domainname

Zuallererts muss man sich natürlich einen Domainnamen ausdenken und prüfen, ob es diesen schon gibt. Neben dem Domainnamen selbst (also den Wörtern vor dem Punkt) muss man sich auch Gedanken über die sogenannten TopLevelDomain (TLD) machen, das Kürzel hinter dem Punkt. Ob eine de-Domain noch frei ist, kann man z. B. bei der Vergabestelle für de-Domains Denic prüfen, Domains mit anderen Endungen bei jedem Provider. Es gibt inzwischen zahlreiche Möglichkeiten, die mehr oder weniger sinnvoll und teuer sind. Neben den Länderkürzeln (de, at, es, ch ...) gibt es inhaltlich bestimmte TLD. Im folgenden ein Auszug aus den Möglichkeiten von A-Z inkl. Kosten, wie sie der Provider schwarzkünstler.com anbietet (Stand 22.2.2019):

Worauf muss ich achten?

Kriterien, die je nach den Anforderungen zu beachten sind:

  • Übersichtlichkeit der Angebote (nicht mehr als 3-5 Pakete), übersichtliche Darstellung der Leistungen,
  • Preise (Verzicht auf Lockangebote, die nach einiger Zeit sehr hohe Kosten verursachen),
  • unbegrentzter Traffic (da ansonsten u. U. hohe Kosten anfallen, wenn die Webseite sehr gut besucht wird),
  • Anzahl Domains (falls man mehr als eine Domain beantragen möchte) / Emailaccounts (wenn man mehrere Emails benötigt),
  • Größe des Webspace (möchte man viele Bilder oder sogar Videos auf seinem Webspace speichern und den Besuchern zur Ansicht zur Verfügung stellen?)
  • Welche Features sind wichtig?: Email, php-Version, Datenbank, 1-Click-Installation eines CMS oder Shops, Blog, Newsletter etc.,
  • Kann man einen Testaccount nutzen? Das ist sinnvoll um zusehen, ob das ausgewählte System bei dem Provider ohne Probleme läuft,
  • mit wievielen Nutzern teilt man sich einen Server? Davon hängt u. a. die Geschwindigkeit (Performance) der Seite ab,
  • bietet der Provider ein (oder für alle Domains) ein kostenloses Sicherheits(SSL)-Zertifikat an?
  • Sitz in Deutschland (wichtig wegen Datenschutz!).

Im folgenden als Beispiel ein Überblick über die Leistungen der übersichtlichen vier Tarife, die der Provider schwarzkünstler.com anbietet:

Welchen Provider kann man empfehlen?

Was ist überhaupt ein Provider?

Ein Provider (eigentlich Internet Service Provider) übernimmt für einen Webseitenbetreiber im Wesentlichen zwei Aufgaben:

  • Er meldet die Domain bei der zuständigen Vergabestelle an, für de-Domains ist das z. B. die Denic. Dabei muß man beachten, dass man selber oder der Geschäftsführer der Firma oder der Vorstandsvorsitzende des Vereins als Domaininhaber eingetragen wird, nur dann gehört einem die Domain.
  • Der Provider stellt auf seinem Server Platz (Webspace) zur Verfügung (Hosting), wo man seine Webseite speichern und wodurch diese Webseite über das Internet besucht werden kann.

Viele Nutzer kennen durch die Werbung die großen Anbieter wie 1&1, Strato oder Host Europe. Wenn man seine Domain dort anmeldet, macht man im Prinzip nichts falsch (außer dass man vermutlich zu viel bezahlt und die Seiten deutlich langsamer laufen als bei anderen Providern), aber man kann es auch besser machen. Viele kleinere Provider mit Sitz in Deutschland bieten günstigere Preise, einen besseren Service (keine Warteschleife mit Computer und ewigen Fragen am anderen Ende), schnellere Server (weil sich weniger Kunden einen Server teilen), individuellere Features, kostenfreie SSL-Zertifikate (Let's Encrypt) ...

Ich werde keinen Provider empfehlen, aber etwas Recherche im Internet und das Lesen von Berichten anderer Nutzer und schließlich das Vergleichen des Preis-Leistungs-Verhältnisses bringt einen schnell ans Ziel. Und da man Inhaber der Domain ist, kann man auch den Provider wechseln, was allerdings mit etwas Aufwand verbunden ist (vor allem, was den Emailtransfer betrifft).

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