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Sententia: Der lateinische Satz
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Man glaubt es kaum, aber die alten Römer hatten schon viele Dinge, die wir heute auch haben. Straßen. Häuser. Wasserleitungen. Rückenschmerzen. Und ... Überraschung: auch Sätze. Die waren zwar in der Regel auf Latein – nobody is perfect – aber trotzdem konnten sie sich damit ganz gut unterhalten.

Dann sag doch mal was auf Latein!

Worüber sich die Römer so den ganzen Tag unterhalten haben, kann man natürlich nur erahnen. Oder in ihren Büchern nachlesen. Aber schlafende Hunde soll man ja nicht wecken, oder?

Apropopos! Was heißt eigentlich 'der Hund schläft' auf Latein?

Nichts einfacher als das:

Canis dormit.

Der Hund schläft.

Der hat's gut.

Subjekt und Prädikat...?

Canis dormit. Ein Hund, zwei Wörter, ein Satz. Canis und dormit. Erinnert sich noch jemand an die Satzbauregel der letzten Seite? Daran, dass Sätze aus zwei wesentlichen Bestandteilen bestehen, dem Subjekt und dem Prädikat? Ist hier auch so! Der Hund [canis] ist das Subjekt. Und was wird über unser Subjekt gesagt? Na, dass es schläft. Das ist die Satzaussage. Das Prädikat. Er schläft [dormit].

Und nu...?

Während der Hund so vor sich hin ratzt, können wir ja den Satz ein bisschen komplizierter machen. Ist ja nicht immer alles so einfach im Leben (ausser man ist selber ein schlafender Hund). Was wäre zum Beispiel, wenn der Hund nicht nur schläft, sondern auch noch weißes Fell hat? Canis albus dormit. Der weisse Hund schläft.

Moment, moment, moment...!

Was passiert denn jetzt aber mit Subjekt und Prädikat? Das war doch eben noch so einfach. Und jetzt? Jetzt ist's immer noch einfach. Das Subjekt – das, worüber eine Aussage getroffen wird – ist halt nur ein bisschen größer geworden. Man wächst ja bekanntlich im Schlaf. Und so ging's unserem Hund auch. [SUBJEKT: canis albus] [PRÄDIKAT: dormit]. Das kann man immer weiter spielen. Zum Beispiel können wir das Adjektiv albus durch einen Relativsatz ersetzen: 'der Hund, der weiss ist', canis qui albus est. Ändert gar nichts: [SUBJEKT: canis qui albus est] [PRÄDIKAT: dormit].

Und was wäre wenn...?

...man das jetzt immer weiter spielt? Zum Beispiel, wenn man sagen möchte, dass der weiße Hund gerne morgens schläft? Gute Frage. Aber dafür fangen wir lieber mal ne neue Seite an, oder?

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